Es läuft. Rückwärts. Bergab.

Es ist dringend Zeit für etwas Neues. In der Firma kommen die Leute und sind in kürzester Zeit auch schon wieder weg. Es fühlt sich schwer nach Schleudersitz an. Die Stimmung ist so schlecht wie ich es lange nicht erlebt habe.
Es ist sehr schwer diese negative Stimmung zu blocken und nicht wie ein Schwamm aufzusaugen. Doppelt schwer wenn man selbst ein empatischer Mensch ist. Ich fühle mich oft wie ein Radio, das kann ja auch nicht entscheiden was es so empfängt.
Somit funktionieren meine Versuche einer Gewichtsreduktion auch nicht. Bei so viel schlechter Laune braucht man Dopamin, in schnellster Form bekommt man sie in Süßem und anderem nicht sonderlich diätischen oder gesunden Lebensmitteln. Was zu weiteren Zunahmen führt und weiter frustiert.

Der Winter hat meine Vitamin D Speicher auch fast komplett entleert. Hielt ich das zwar meist für Unfug, hat ein Test ergeben das mein Wert bei 8 lag, ein unterer gesunder Wert wäre bei 35! Ja. Nun. So wundert mich meine nicht in den Griff zu bekommen wollende Moodswings kein bißchen.
Ich habe vom Arzt die Empfehlung bekommen ein Vitamin D Präperat zu holen und die ersten 3 Wochen hochdosiert und dann weiter in normaler Dosierung bis April, da werden wir einen weiteren Test machen um den aktuellen Ist-Wert festzustellen.

Ich merke das mir meine Arbeit keinen Spaß mehr macht. Bin dann halt doch kein Roboter, wenngleich es manchmal so viel leichter wäre. Und die Gesamtsituation ist mehr als unbefriedigend. Die neue Geschäftsleitung hat es geschafft eine familäre, nette Betriebskultur in etwas zu verwandeln was sich nur mit mißmutig, unfreundlich und kommunikationsarm beschreiben läßt. Es gehen Leute, und keiner erfährt das die Person weg ist. Man wartet ewig auf Infos wie wann wir denn nun umziehen (es wird Juni). Es wird auf einem Meeting, in dem es explizit um Kommunikation und Fragen geht, herumgeeiert das es eine wahre Freude ist. Nicht. Auf die Frage nach flexiblerer Arbeitszeit (wir haben nicht einmal Gleitzeit, geschweige denn eine Zeiterfassung) kam etwas wie ja, aber erst wenn wir sehen wie das so anläuft (nach dem Umzug) und eigentlich am liebsten nach der Umstellung auf eine mehr digitale Arbeitsweise (also wohl nie, oder frühestens in x Jahren). Mein Arbeitsweg verlängert sich um mindestens (wenn denn alles optimal klappt) 1 Stunde! Was bei einer 40 Stunden/Woche mit xxx Überstunden interessant wird. In der Woche wird man dann wohl gar nichts mehr schaffen und ich bin so schon an meinem persönlichen Maximum. Aber die tolle Dachterrasse (als ob ich Zeit hätte dort abzuhängen), und dort sind ja alle Ärzte die man so braucht. Ja. Nein. Ich habe Ärzte denen ich vertraue und ich möchte nicht wechseln. Und so toll, da kann man shoppen. Ähm. Als ob ich in meiner Mittagspause nie etwas anderes täte als zu shoppen.
Ach ja. Die Auftragszahlen sind im Moment rückläufig, ob wir denn nicht Urlaub nehmen könnten. Alter! Meinen Jahresurlaub plane ich jetzt aber sicherlich nicht nach den Auftragszahlen?! Ich glaube es hackt?!
Und Freitag wurde dann gleich ein Kollege der gerade angefangen hatte wieder gekündigt (war leider auch noch einer der guten), dabei hätte der so gut in einem anderen Team aushelfen können da dort 2 Kollegen gekündigt haben (der 2. gerade am Freitag!) Es macht mich doch fassungslos was dort gerade so passiert…

Vielleicht findet sich ja was interessantes Neues. Am liebsten würde ich etwas ganz anderes machen. Allerdings wird das wohl so einfach nicht sein, da Quereinsteiger nicht gerne genommen werden. Und eine neue Ausbildung werde ich mir so nicht gönnen können. Mal sehen, was sich ergeben wird.

Last but not least
Musikfundstücke.
Songs die mir gerade so sehr aus der Seele sprechen.

Dieser Song hat mich sooooo geflashed. Der Text ist der Hammer.

2 Comments on “Es läuft. Rückwärts. Bergab.

    • Das denke ich auch. Man verbringt doch mehr Stunden in der Arbeit als zu Hause, so wäre es hilfreich, wenn man gerne dort ist. Die Kollegen sind im Moment in der Tat noch der einzige Aspekt warum ich noch nicht weg bin. Nur die allgemeine Stimmung wird immer schwieriger. Jeder hat Angst vielleicht doch der Nächste zu sein. Aber ja, ich werde mir noch ein oder 2 Gedanken mehr machen was eine Alternative sein könnte. Ein Weiter so in einer anderen Firma, ein ganz anderer Weg….

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