Grau.

Und wieder eine Woche vorbei und wieder die Anfrage nach Wochenendarbeit….
Das geht nun seit Wochen so. Ja, es war die halbe Abteilung krank da einige Kollegen halt lieber in der Firma sterben, weil es daheim ja langweilig ist. 😦 Und ja der Kunde dreht mal wieder am Rad und kippt eine mega Ladung Jobs auf unseren Tischen ab. Und ja, es werden Leute eingestellt und Freie gebucht und nein, irgendwie reicht das alles immer noch nicht. Was man dagegen tun kann, ich weiß es auch nicht. Aber ich weiß, das ich nicht arbeiten werde an den Wochenenden. Klingt egoistisch, nicht nach Teamplayer, mag sein. Allerdings reicht mir meine Taktzahl in der Woche schon. Ich komme nach Hause mache maximal noch meine kurzen Sporteinheiten um dann vor dem Fernseher einzuschlafen. Wochenende brauche ich dann halt um den Haushalt zu machen, Freunde und/oder Familie zutreffen oder einfach nur zum erholen.
Ich finde es gruselig, dieses schleichende schlechte Gewissen das man hat, wenn man dann doch mal pünktlich geht, nicht am Wochenende arbeitet. Aber unter dem Strich helfe ich sicherlich auch nicht mehr, wenn ich dann wieder zusammenklappe und für richtig lange raus bin, hatte ich schon, war halt scheiße. :/
Suche ich mir einen neuen Job? Ja, eine tolle Idee, aber was? In meinem Beruf ist es überall gleich bescheiden. Viel Arbeit, Überstunden galore, die natürlich auch üblicherweise weder bezahlt noch abgebummelt werden können. So? Was statt dessen? Egal wo man sich dann bewirbt kommt “ überqualifiziert“ Tja. Weiter so, bis zum kompletten umfallen? Irgendwie auch nicht das was ich mir so vorstelle für die letzten 20 Jahre Berufsleben….

Zum Ausgleich lesen ist schön, nur meine Konzentration ist leicht lediert. Meine Gedanken schweifen immer wieder ab, oder ich hab dann doch wieder das Handy in der Hand…
Vielleicht einfach die falsche Lektüre. Ich versuche es nun mit Tuesdays with Morrie. Es ist in englisch, fordert mich so dann auch etwas mehr. Ich kenne es nicht und nach den ersten beiden Kapiteln kann ich sagen es gefällt mir. Es ließt sich flüssig und ich bin doch schon gespannt wie es weiter gehen wird. Danach habe ich dann auch gleich noch 3 Klassiker die evtl. anstrengend werden können, bzw. ich mir noch nicht sicher bin ob ich sie mag. Aber versuchen möchte ich es dennoch…

More books to read.

Und sonst so?
Regen. Seit einer Woche. Für die Umwelt bin ich froh, der viel zu trockene Sommer und Herbst hat meinem Garten nicht gut getan, und auch in den Parks kann man die Schäden sehen die diese langanhaltende Hitze und der viel zu wenige Regen angerichtet hat. Die Erdkröten werden es auch danken das die Laichplätze wieder ordentlich Wasser haben. Das alleine tröstet mich über das Grau in Grau hinweg. Den Sturm seit einer Woche dagegen finde ich schön. Ich mag das ja sehr. Allerdings am liebsten in meine Lieblingsdecke gekuschelt mit einer Tasse heißem Kaffee oder wahlweise Kakao (natürlich mit mini Marshmellows). Da ich leider noch kein Lottomillionär bin (dazu müßte ich auch erst einmal spielen *lol*) muß ich also los in die Arbeit. Ans Lenkrad gekrallt damit mich der Sturm nicht einfach von der Straße weht. Keine Mittagsrunde da dank des Strums man sonst komplett naß ist, weil ein Schirm da auch nicht weiter hilft wenn dieser auf links gekrempelt ist und die Regentropfen plötzlich auch von unten auf einen losgehen….
Ich war sehr schockiert über den Terroranschlag in Neuseeland. Es ist so gruselig was in einem solchen Menschen vorgehen mag das er sowas durchhzieht….
Ich möchte das all dieser Wahnsinn aufhört, dieser Hass und diese fehlgeleitete Wut….

7 Replies to “Grau.”

  1. Dienstags bei Morrie habe ich auch gelesen. Das ist allerdings ungefähr zehn Jahre her, deswegen habe ich alles über das Buch vergessen außer daß es mir wohl gefallen hat. 🙂

    Ansonsten: nicht unterkriegen lassen! Und vor allem nicht erpressen lassen mit einem schlechten Gewissen das man nicht zu haben braucht: man kommt so oder so schnell genug in die zweite Lebenshälfte, in der man nicht mehr die Gesundheit für den Geldbeutel ruiniert, sondern den Geldbeutel für die Gesundheit. Das muß nicht auch noch beschleunigt werden, muß das nicht auch noch. Frührente hilft auch nix bei Personalnotstand.

    Was ist denn das genau für Arbeit – die Sorte, bei der es die Möglichkeit gäbe sich mit zwei oder drei Kollegen zusammenzutun, den eigenen Laden aufzumachen; und sich dann die Gesundheit auf eigene Rechnung zu ruinieren? 😛

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    1. Mediengestalter. Wie gesagt. Alle Jobs auf dem Sektor leider gleich. Und als Freiermitarbeiter verdient man viel mehr, muss aber auch viel mehr arbeiten damit man ein Polster hat für Phasen mit wenig bis keine Jobs. Ist dann halt wie selbstständig. Also selbst und ständig. 😒

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    2. Ach ja. Und das mit der Gesundheit ruinieren hatte ich schon, war schei..e. Insofern heißt es nun erhalten was noch taugt uns sehen was passiert. Tja, und lernen kein schlechtes Gewissen zu haben. Was sich leider ziemlich hartnäckig hält. 😒

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  2. Jetzt Sonntag hatte meine Mutter einen runden Geburtstag, deswegen bin ich geflogen. Das mache ich nicht oft, war also viiiieeeeel zu früh am Flughafen. Und an der Buchhandlung dort habe ich ein Buch gesehen „How to do Great Work Without Being an A___“ – der Klappentext erinnert mich stark an das hier, ich hatte allerdings noch keine Zeit reinzulesen. Falls das was taugt, sage ich bescheid. 🙂

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      1. Ganz gelesen habe ich das Buch (How to do Great Work Without Being an A___ . Paul Woods; London, 2019) noch nicht, aber Teile davon. Mein Eindruck: hier schreibt sich einer mehr als zehn Jahre Frust mit mieser Arbeitskultur in Werbeagenturen vom Pelz, hat jetzt eine in der es besser läuft, und gibt Ratschläge wie das besser gehen könnte. Manche von denen sind gut, andere sind auch gut, aber eher auf Chefs ausgerichtet – und die Ratschläge, die auch Schläge sind gibt es auch, aber recht wenige. Es sind sicher ein paar gute Ideen dabei (bin auch für mich mit ein, zwei fündig geworden).

        Kommt immer drauf an, wie die Chefs drauf sind. Eher jemand vom Typ „[Chef/fin], von den zwölf Sachen über die Sie bescheidwissen wollten habe ich Ihnen hier mal vierzehn zusammengeschrieben“, oder wer nach dem Muster „Das-und-das ist los, deswegen würde ich vorschlagen so-und-so, ist das okay mit Ihnen?“ – „Mmm-Hmmm!“ Das über schlechte Chefs die immer alles selbermachen wollen oder andere schlechte Chefs die nicht wissen was sie wollen und die Zähne nicht auseinanderbringen stammt allerdings nicht aus dem Buch, sondern aus diesem Interview:

        . Nomml ein Nachgedanke was das selbst-und-ständige angeht: „ständig“ ists ja jetzt auch…

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      2. Klingt erstmal auf alle Fälle lesenswert. 😉 Ich glaube ich hatte auch schon fast alle Sorten Chef. Und ja. Ständig nur mit weniger Geld und weniger Kontrolle über meine Zeit. Auf der anderenseite weniger Papier-/Steuerkrams. Ich bin mir immer noch unschlüssig. Aber die Idee als Freier gefällt mir tendenziell immer besser, da ich mir einteilen kann wann ich arbeite und wie viel Zeit für mich übrig bleibt. Zumindest wenn es sich dann erst einmal eingespielt hat. 👍

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