Nenne einen Song der…

Deine Entscheidung beeinflußt hat. Eine Musik-Challenge die ich bei Instergram mache.

Eine Freundin bat mich um die Geschichte zu diesem Lied.

Dieses Lied fiel mir irgendwann in den Schoß. Beim stumpfen Surfen durch die unendlichen Tiefen YouTubes (als das noch ohne Werbung Spaß brachte), und Anouk hat mich sofort in ihren Bann gezogen.

Diese Stärke und das Ungebändigte. Ich habe sie so bewundert. Das ist es wie ich sein möchte. Wie ich sein könnte, wenn ich es nur schaffen könnte diese verdammte Angst loszuwerden es alleine nicht hinzubekommen. Alleine nichts zu können

Und es ist wohl auch dieses Lied das mich nicht los ließ und wichtige Denkprozesse angestoßen hat die mir letztlich halfen aus meiner toxischen Beziehung mit H. rauszukommen.

Meinen Weg zu gehen. Frei und souverän. Wissend ich kann das alles alleine. Und muss keine Angst haben es nicht zu schaffen. Keine Angst mehr vor den freisein.

Wenn die Tage kürzer werden

🍁🍂🍃 Musik für die herbstlichen Momente des Lebens. 🍁🍂🍃

Morgens wird es inzwischen deutlich später hell. Auf den Feldern stehen Nebelschwaden. Die ersten bunten Blätter beginnen die Bäume zu zieren. Es kommt nun meine Zeit. Ich mag alle Jahreszeiten, aber den Herbst und den Frühling mag ein ein wenig mehr. Ich freue mich jeden Tag den ich in die Arbeit fahre über die Strecke überland. Man sieht wie sich alles verändert. Die Stoppelfelder mit den großen Strohballen darauf, die emsigen Traktoren über all. Schöner könnte ich es nicht haben.

Durch die tollen Arbeitszeiten habe ich auch wieder Kraft und Lust mich mit lieben Menschen zu treffen und die Gesellschaft mit Gesprächen und leckerem Essen zu genießen.
Das Leben kann so gut sein, trotz der Pandemie. Fühlte ich mich Anfang des Jahres sehr gelähmt, der Ungewißheit was kommt, wie es weitergeht, fühlt es sich inzwischen normal an darauf zu achten dem anderen nicht auf den Pelz zurücken, Maske zu tragen.
Für mich ist diese Abstandsregelung ein Segen, ich kann es nicht gut ertragen wenn mir an der Kasse der Kunde hinter mir schon in den Nacken atmet. Das sind für mich Momente die ich fast schon mit Platzangst beschreiben möchte (na, vielleicht etwas überzeichnet, aber es fühlt sich für mich unerträglich an).

Und dann die Berichte über diese Anti-Corona Demo. Ich verstehe die Welt nicht mehr, was da geäußert wird erschließt sich mir nicht, wie kann man so einen Quatsch auch nur für 5 Minuten ernstnehmen?!
Es macht mich fassungslos was hier passiert.
Ich habe einen interessanten Kommentar zu einem Bericht aus der Welt zu diesen Demos von einer Freundin verlinkt bekommen und konnte mit dem Nicken nicht mehr aufhören. Der Verfasser hat das was ich empfinde und denke in genau die Worte gepackt die mir fehlten….

zum Kommentar

Und sonst so?
Meine Bucket List für den Herbst steht. Ich liebe diese Jahreszeit Ideensammlungen. Und ich freue mich schon riesig, vieles davon auszuprobieren. Einiges habe ich schon angefangen, wie meine Herbst-Playlist, oder den Schal den ich stricken möchte für den Herbst. Alle Zutaten für Pumpkin-Spice habe ich hier, ebenso die Gläser in die dieser gefüllt werden soll.
Ich möchte so gerne lesen und merke wie wenig ich mich darauf konzentrieren kann, ich habe mich den Sommer über gezwungen zu lesen, was sich aber als kontraproduktiv herausstellte. Es macht mich traurig das ich mich da so schwer tue seit ich durch den Burn out bin. Denn gelesen habe ich früher viel und gerne. Und es fehlt mir…..

Every Leaf Speaks Bliss To Me, Fluttering From The Autumn Tree

Emily Bronte

In an octopus‘ garden in the shade

Einen Monat bin ich jetzt in der neuen Firma. Und es ist immer noch gut. Ich bekomme Zeit mich einzufügen in das Team, das neue Programm zu lernen und mich in Ruhe einzuarbeiten. So fällt es leicht anzukommen, und sich einzuarbeiten. Was ich toll finde, ich mache nicht nur Übungsarbeiten, sondern arbeite gleich richtig mit. Das gibt einen echten Selbstbewußtseinsboost. Hatte mein erstes Gespräch mit HR. Als Zwischeninfo wie ich angekommen bin, mich dort fühle und was von mir erwartet wird in den nächsten Steps. Sogar 1 Woche Urlaub bekomme ich (wir hatten das ja schon geplant, und dann kam der Wechsel). Finde ich total klasse. 🙂 Mein Arbeitsweg ist super entspannt, über Land mit schöner Landschaft und 2 niedlichen Kälbchen. Man kann es schlechter treffen finde ich. 😉

Irgendwann Anfang Juni kam ein Brief von meinem alten Arbeitgeben, ich dachte schon „uuuuuugh, ws denn nun noch?!“ Dabei war es eine tolle Überraschung. Zum Abschied gibt es eigenlich immer ein in Filz gebundenes Fotoalbum das von allen Abteilungen befüllt wird, mit Fotos und Texten. Dies war diesmal wegen Corona ja nicht möglich da die meisten Kollegen im Homeoffice stecken. So hat eine Kollegin improvisiert und hat ein Fotobuch erstellt, mit all den Texten die mir die Kollegen über Slack geschrieben haben. Ich habe mich riesig gefreut, da ich eigentlich Situationsbedingt echt nicht mehr damit gerechnet hatte. Die Kollegen waren definitiv das beste an dem Laden. 😀

Im Mai war ja noch Vatertag. Den habe ich mit einem ausgiebigen Spaziergang gewürdigt. Mein Ziel habe ich wegen der gelaufenen Blasen nicht ganz geschafft. Aber es war ganz ordentlich.
Im Juni endet mein erstes ernsthaft geführtes BuJo und ich habe das 2. vorbereitet. Bei der Gelegenheit habe ich mal wieder eine Bucket-List erstellt (ich liebe diese Listen!). Für all die Kleinigkeiten die so viel Spaß machen und man oft schon vergessen hat. Für kleine, besondere Momente im Alltag. 🙂
Meine beste Freundin und ich schreiben uns wieder wie früher Briefe. Ganz klassisch per Post. Das macht richtig Spaß. Man setzt sich hin, nimmt sich ganz bewußt Zeit all die Dinge zu Paper zu bringen die einem in den Gedanken herumspuken. Nicht schnell, schnell mit dicken Fingern und Schreibfehlern ins Handy getippt. Das ist schön, hätte ich nie gedacht, wieviel Spaß das bringt und wie sehr es mir fehlte diese Art des Schreibens.

Ende Mai durfte ich endlich wieder zum Friseur. Das mit der Maske war befremdlich und für jemanden mit Asthma echt herausfordernd, aber machbar. Und meine Friseurin hat mir Zöpfe gemacht, ich kann zwar den einfachen Bauernzopf aber nicht das das Flechtwerk oben auf liegt und davon 2. Es ist so schön geworden. Ich muß das unbedingt üben, damit ich das selber auch hinbekomme.

Meine Waschmaschine wollte sich wohl beruflich auch verändern, Jet, Turbine oder so. Der Waschvorgang war laut, das Schleudern utopisch laut. Man konnte sich nur noch schreiend unterhalten wenn man in der Nähe der Maschine war. Nach 9 Jahren tapferer Dienst hatte sie ihre Schuldigkeit getan und die neue kam heute. Wie schön leise so eine Maschine sein kann! Einfach herrlich! Spannend finde ich das plingplingtüddelüdidü das gute 2 Minuten lang ist um zu sagen das sie fertig ist. Es wird mich bestimmt in den nächsten Wochen anfangen zu nerven. *lach*

Mein Garten ist am explodieren, alles blüht wie verrückt. Meine Rose hat soviele Knospen wie noch nie. Das ist so schön! Ich hoffe meine Gemüsepflanzen werden auch so reichhaltig tragen wie die Blühpflanzen. Sogar meine Erdbeere hat richtig gut Beeren dran, die bräuchten nun etwas mehr Sonne um reif zu werden. Meine Weinbergschnecken fühlen sich pudelwohl und sind inzwischen zu dritt. Tilda war meine erste, dann kam Winniefred dazu und unten im Bild das ist unser Neuzugang: Garlic.

Im Urlaub möchte ich mal wieder backen, ich habe schon ein paar interessante Rezepte entdeckt (und nein nicht mit dem Thermomix – welchem ich mich komplett verweigere. Aus Gründen.), die ich interessant finde. Mal sehen, ob ich das hinbekomme, ohne das die ganze Küche aussieht als wäre die Packung mit Mehl explodiert. Wie sonst. Jedes. Verdammte. Mal. *seufz* Eisteerezepte werden auch ausprobiert. Bin schon gespannt wie es schmeckt. Die Lavendellimonade war schonmal ein voller Erfolg. Also für mich, der Mann mag sowas nicht. Und an die Elbe fahren, wenn wir mit dem Wetter etwas Glück haben, wäre schön. Da es nur eine Woche ist, werden wir den jährlichen Haitabu / Schleswig Besuch wohl auf nächstes Jahr verschieben. Dank Corona stelle ich mir das eher unentspannt vor.

Abseitig meiner kleinen Welt passieren da draußen Dinge die mir den Magen umdrehen. Der absolut unnötige Tod von George Floyd, die Unruhen die das ausgelöst hat. Die weißen die nicht einsehen wollen wie priviligiert sie sind, es nicht verstehen und nachvollziehen können und wollen. Es erschüttert mich zutiefst und es macht mich traurig das dieses altertümliche, rückwärte Denken das auch bei uns gefühlt immer mehr anklang zu finden scheint. Dazu die irrwitzigsten Verschwörungstheorien. Bei denen ich mich ernsthaft frage wie man so einen absurden Schwachsinn glauben kann?! Das alles hinterläßt ein schales Gefühl der Angst…..

und jetzt ein Lied, oder 2 oder 3….

Tipp einer lieben Kollegin
Ohrwurm 1 Woche lang. ❤

Idiocracy of mankind

Es gibt zur aktuellen Situation genauso viele Meinungen wie auch Fakten und noch viel mehr Verschörungstheorien. Und bei der neuesten Frage ich mich schon was in einem Gehirn so alles falsch verdrahtet sein muss um dieses Geschwurbel ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Wäre es als Satire durchaus witzig, ist es erschreckend so etwas tatsächlich zu glauben. So ist die neueste Theorie zu CoVid19 es sei eine Erfindung von Bill Gates, der Wissenschaftler gekauft hätte um die Lüge CoVid19 in Umlauf zu bringen. Und das alles nur weil er uns mit Sendern impfen lassen will. Ernsthaft? Was zum Henker stimmt nicht mit diesen Menschen?!

Und sonst so? Ich habe durchgezogen und gekündigt. Was erstaunlich problemlos von statten ging. Trotz der Kündigungsfrist von 3 Monaten. Aufhebungsvertrag und ich war raus. Jetzt habe ich 1 Woche frei und genieße es in vollen Zügen. Keine blöden Verpackungen und Meetings, Calls und Nervkram. So schön! Ab 11.05. geht es dann in der neuen Firma los. Auch da werde ich Verpackungen machen, allerdings muss ich mir über die Gestaltung keine Gedanken mehr machen. Ich bin in einer Druckerei und bin dann für die finale Reinzeichnung und Aufbereitung der Druckdaten zuständig. Dazu werde ich noch die entsprechenden Programme lernen die mir die Über- und Unterfüllungen erstellen. Sehr aufregend und endlich neues Futter für mein Gehirn. Die Konditionen sind um Längen besser. Alleine endlich wieder ein Stundenkonto zu haben ist für mich ein 100% zugewinn. So kann man ohne Probleme zum Arzt gehen und muss nicht einen halben Tag Urlaub verschwenden. Denn dann macht man etwas länger und die Zeit ist wieder drin. So schön! Es fühlt sich gut an, Überstunden wird es auch hier geben, da bin ich mir sicher. Aber ich habe ein Zeitkonto und es ist diesmal nicht mein privat Vergnügen. Ich kriege die Zeit gutgeschrieben und kann, wenn es wenig zu tun gibt die Zeit abbummeln, einen Brücketag nehmen oder es wird vergütet. Für mich klingt das schon wie im Paradies! Auch wenn nicht alles Gold ist was glänzt, wird es dort auch Dinge geben die vielleicht nicht optimal sind, aber das werde ich ab nächster Woche herausfinden. Bisher hörte sich alles so viel besser an als bei meinem Ex-Arbeitgeber. Also *yay* und good luck for me!

Die freie Zeit habe ich gut genützt. Ich habe ein tolles Mittagessen gekocht und ein Picknick für mich im Garten gemacht. Die Apfelblüte ist in vollem Gange und ich genieße das gesummse und gebrummse rund um den Baum. Der feine Geruch der Blüten der durch den ganzen Garten zieht ist sagenhaft. Meine Weinbergschnecken sind aus dem Winterschlaf zurück Tilda (die mit dem weißen Schneckenhaus) und Winniefred erforschen gemächlich die weiten Gebiete des Gartens. Im Netz fand ich ein Rezept für eine Textilspray, welches einfach genug klang das ich es ausprobieren wollte. Dazu brauchte ich Wasser, klaren Alkohol, Natron und ätherisches Öl. Ich habe Lavendelöl benützt und es riecht dezent und angenehm, leider nicht so sehr lang. Dann bin ich hier über ein Cookie Rezept gestolpert das ich unbedingt probieren wollte. Und was soll ich sagen, diese Kekse sind Krümelmonster würdig! Die besten Cookies die ich bisher gebacken habe. Um etwas mehr Frühsommer und Farbe in der Wohnung zu haben, habe ich mir Pfingstrosen gekauft. Als Kind war es meine Lieblingsblume, vermutlich weil sie im Garten meiner Oma wuchsen und für mich das Symbol für den späten Frühling bzw. den frühen Sommer sind. Wäsche waschen ging auch wunderbar von der Hand, jeden Tag schönes Wetter mit Wind sind großartige Helfer. Obendrein gibt es dann auch interessanten Besuch. 😀

Und endlich hatte ich auch Zeit das Projekt tolle Locken statt Vogelnest auf dem Kopf anzugehen. Shampoo-Stück probiert und für mich nicht brauchbar empfunden, zumindest die gekaufte Sorte. Die Haare fühlten sich grässlich an. Als ob noch Seife oder Fett drin wäre. Etwas weiter gelesen im Blogeintrag und 2 neue Shampoo Empfehlungen gefunden. Da ich im Moment nicht zum Drogeriemarkt komme, habe ich mich für ein Babyshampoo entschieden, den Geruch finde ich etwas anstrengend, wobei er glücklicherweise schnell verfliegt. Die Haare werden quietschig (man merkt da ist nichts drin, was sich auf dem Haar aufbauen wird), danach statt der klassischen Spülung werden die Haare mit einer saueren Rinse (2 EL Apfelessig auf 1 Liter Wasser) spülen. Die Haare waren noch nie so weich und fluffig (in einer guten Art und Weise)! Dann trockne ich sich leicht, bürste sie mit einer Detangle Bürste damit die losen Haare rauskommen und die Knoten gelöst werden. Im Anschluss habe ich das von mir hergestellte Leinsamen-Gel in die Haare geknetet und den ganzen Spaß lufttrocknen lassen. Es dauert etwas länger als gewohnt bis die Haare komplett getrocknet sind, aber das finde ich nicht schlimm, wenn es schneller gehen soll, kann man mit dem Föhn mit Defuseraufsatz nachhelfen. Die Locken sind großartig definiert, meinen frisseligen Heiligenschein habe ich damit auch sehr gut in den Griff bekommen. Die Locken halten auch mindestens 3x drauf schlafen. Morgens etwas anfeuchten und kneten und sie sind wieder wie neu. Ich bin so happy!

Zum Schluß darf die Musik nicht fehlen. Hier ein paar schöne Stücke über die ich in den letzten Tagen gestolpert bin, oder ich nach sehr langer Zeit wiederentdeckt habe.

Wenn die Welt stillsteht

Ein Kollege der stündlich die neuesten Corona Zahlen vorliest, Bildempört lamentiert warum der Shutdown nich kommt ist nicht hilfreich, wenn man gegen die eigenen Ängste kämpft damit diese nicht die Überhandgewinnen.
Nach 1 Woche Krankschreibung ging es wieder etwas besser und gleich ins Homeoffice. Das klingt angenehmer als es ist. Fun Fact: Hieß es Jahre lang, nein, geht nicht ist nicht möglich, wurde es jetzt innerhalb 1 Woche auf die Beine gestellt. Läuft jetzt in Woche 2 auch einigermaßen rund.
Schön das die Geschäftsführung sich nun beschwert das ja alles so viel langsamer geht, wir nicht die gleiche Menge an Jobs schaffen wie gewohnt. Und als besonderes Ostergeschenk darf man (klar) unentgeltlich einen Job abarbeiten. Geil. Noch vor 2 Wochen mußten alle unterschreiben mit Kurzarbeit einverstanden zu sein. Ich bin immer bereit flexibel auf Anforderungen zu reagieren, solange ich gleiches von meiner Firma erwarten kann.
Nach x-Überstunden für umsonst darf ich aber wenn nichts los ist mir den Arsch wundsitzen, denn früher gehen gibt es nicht. Mal zum Arzt, klar, nimm dir doch bitte einen halben Tag Urlaub. Somit danke, aber ich habe jetzt erstmal 1 Woche Urlaub und Ostern gehört für mich dazu.

Und je mehr ich sehe wie es in anderen Firmen gehandhabt wird desto enttäuschter bin ich von meiner Firma. Und auch hatte ich Recht, die neue Geschäftsführung hat es insgesamt zum schlechteren verändert.
Es ist eine absolute hire and fire Mentalität entstanden die ich nicht als angenehm bezeichnen würde. Stetig neue Gesichter, die nach kurzer Zeit verschwinden, keiner weiß wer diese Menschen sind, welcher Abteilung sie angehören. Und immer die Angst (welche ja ordentlich gepflegt wird) den Job verlieren zu können.
Die gesamte Grundstimmung bei den Kollegen war inzwischen unterirdisch. Gereizt, genervt, latent aggressiv, bis depressiv…
Aber ist ja alles nicht so. Bildet man sich ja nur ein. Statt dessen, Durchhalte Parolen. Abgedroschen. Ausgelutscht.
Erstklassiger Mindfuck.

Ich habe lange mit mir gerungen und hin- und herübrelegt was der nächste Schritt für mich sein könnte, was ich denn machen möchte, da eines sich immer deutlicher abgezeichnet hat, ich bin dort sehr unzufrieden und ich habe kaum noch etwas gefunden warum ich dort hin möchte. Diese Dissonanz hinterließ immer mehr Spuren auf meinem Körper. Alte, sehr schlechte Gewohnheiten nahmen immer mehr überhand.
Dermatillomania. Oder auch als compulsive skin picking disorder bekannt. Plus Zunahme, weil ich die unangenehmen Gefühle und Emotionen auszugleichen versuchte. Und was immer schnell funktioniert (aber nur auf kurze Sicht) sind Süßigkeiten und andere hochkalorische Lebensmittel.
Abnehmen geht so natürlich nicht besonders gut, was weitere Probleme aufwirft. Dann die Frage, dieser Scheiß Virus, kann ich einen Jobwechsel riskieren? Kriege ich was anderes? Wenn ja, was?

Bei 4 Firmen habe ich mich beworben, eine Bewerbung war initiativ. Und nur 1 Absage bekommen. 3 Zusagen für Gespräche. Ich war überwältigt. So eine gute Ausbeute hatte ich noch nie! Bewerbungsgespräch 1 haben wir, der Sicherheit geschuldet, digital gemacht, war eine interessante Erfahrung. Wir wollen in 4 Wochen nochmal nachfassen. Das 2. Gespräch wurde auf Grund des Virus erstmal verschoben, und Gespräch 3. persönlich, 1 Woche später Probetag, 1 Woche Später den neuen Vertrag auf dem Tisch. Auch das neuester Rekord.

Glücklich. Die Konditionen sind traumhaft. Es bleibt der alte Fahrtweg. Und der neue Arbeitgeben verlangt Flexibilität, die er den Arbeitnehmern aber auch entgegenbringt. Mega! Ich kenne dort auch schon ein paar Kollegen von einem vorherigen Arbeitgeber und die sind super zufrieden. Ich fühle mich erleichtert, und befreit.
Ja. Ich weiß auch dort wird nicht alles Gold sein, aber es wird um vieles Besser. Stundenkonto z.B. Überstunden, kein Problem, die Stunden werden erfasst und können entsprechend genommen werden, für Arztbesuche oder andere Termine.

Und sonst so.
Ich vermisse die Frühlingsausflüge zu meinen geliebten Deichschweinen (aka Deichschafe)…
Vermisse es mit meiner Freundin ganz unbeschwert Kaffee trinken zu können, oder meine Mom besuchen zu können. Meine Mutter hat eine beginnende Demenz, um so schlimmer finde ich es, sie jetzt nicht besuchen können, wer weiß wann der nächste Schub kommt, und wie viel dann verloren sein wird….
Andererseits hört man von Leuten die irgendwie in der Versenkung verschwanden, und ich freue mich zu hören das es ihnen gut geht.

Im Netz habe ich auf Instagram Patrick Stewart entdeckt, der jeden Tag ein Sonet vorliest. Eine schöne Idee wie ich finde und erbaulich.
Ebenso habe ich endlich den Wonder Wrap angefangen der eigentlich ein Crochet-Along war, und er wächst erstaunlich schnell.
Im Garten habe ich ein paar Blümchen gepflanzt und ausgesät. Genieße die schönen und warmen Tage. Mittagspause im Garten hat was. 😉
Zum lesen habe ich im Moment leider die Ruhe nicht, aber ich bin ganz gut dabei. Meine 12 in 12 Challenge läuft bin bei 4/12.

Plötzlich blieb irgendwie die Welt ein bißchen stehen. Keine Flugzeuge am Himmel, kaum Autos auf den Straßen. Man hört so viele Vögel singen. Kein Lärm. Beim einkaufen atmet dir nun niemand mehr ungeduldig in den Nacken.
And I think it’s beautiful.

Last but not least:

Rebellisch

Woher kommt diese rebellische Grundhaltung in mir, ich denke einen Teil habe ich meiner Mom zu verdanken die mir schon sehr früh beigebracht hat, das ich alles machen kann was ich will.
Das ich mir nicht vorschreiben lassen muß wie ich als Mädchen (früher) zu sein habe. Nicht alle Mädchen sind Prinzessinen. 😉

einiges davon habe ich auch öfter gehört als es mir lieb sein könnte. 😦

Es läuft. Rückwärts. Bergab.

Es ist dringend Zeit für etwas Neues. In der Firma kommen die Leute und sind in kürzester Zeit auch schon wieder weg. Es fühlt sich schwer nach Schleudersitz an. Die Stimmung ist so schlecht wie ich es lange nicht erlebt habe.
Es ist sehr schwer diese negative Stimmung zu blocken und nicht wie ein Schwamm aufzusaugen. Doppelt schwer wenn man selbst ein empatischer Mensch ist. Ich fühle mich oft wie ein Radio, das kann ja auch nicht entscheiden was es so empfängt.
Somit funktionieren meine Versuche einer Gewichtsreduktion auch nicht. Bei so viel schlechter Laune braucht man Dopamin, in schnellster Form bekommt man sie in Süßem und anderem nicht sonderlich diätischen oder gesunden Lebensmitteln. Was zu weiteren Zunahmen führt und weiter frustiert.

Der Winter hat meine Vitamin D Speicher auch fast komplett entleert. Hielt ich das zwar meist für Unfug, hat ein Test ergeben das mein Wert bei 8 lag, ein unterer gesunder Wert wäre bei 35! Ja. Nun. So wundert mich meine nicht in den Griff zu bekommen wollende Moodswings kein bißchen.
Ich habe vom Arzt die Empfehlung bekommen ein Vitamin D Präperat zu holen und die ersten 3 Wochen hochdosiert und dann weiter in normaler Dosierung bis April, da werden wir einen weiteren Test machen um den aktuellen Ist-Wert festzustellen.

Ich merke das mir meine Arbeit keinen Spaß mehr macht. Bin dann halt doch kein Roboter, wenngleich es manchmal so viel leichter wäre. Und die Gesamtsituation ist mehr als unbefriedigend. Die neue Geschäftsleitung hat es geschafft eine familäre, nette Betriebskultur in etwas zu verwandeln was sich nur mit mißmutig, unfreundlich und kommunikationsarm beschreiben läßt. Es gehen Leute, und keiner erfährt das die Person weg ist. Man wartet ewig auf Infos wie wann wir denn nun umziehen (es wird Juni). Es wird auf einem Meeting, in dem es explizit um Kommunikation und Fragen geht, herumgeeiert das es eine wahre Freude ist. Nicht. Auf die Frage nach flexiblerer Arbeitszeit (wir haben nicht einmal Gleitzeit, geschweige denn eine Zeiterfassung) kam etwas wie ja, aber erst wenn wir sehen wie das so anläuft (nach dem Umzug) und eigentlich am liebsten nach der Umstellung auf eine mehr digitale Arbeitsweise (also wohl nie, oder frühestens in x Jahren). Mein Arbeitsweg verlängert sich um mindestens (wenn denn alles optimal klappt) 1 Stunde! Was bei einer 40 Stunden/Woche mit xxx Überstunden interessant wird. In der Woche wird man dann wohl gar nichts mehr schaffen und ich bin so schon an meinem persönlichen Maximum. Aber die tolle Dachterrasse (als ob ich Zeit hätte dort abzuhängen), und dort sind ja alle Ärzte die man so braucht. Ja. Nein. Ich habe Ärzte denen ich vertraue und ich möchte nicht wechseln. Und so toll, da kann man shoppen. Ähm. Als ob ich in meiner Mittagspause nie etwas anderes täte als zu shoppen.
Ach ja. Die Auftragszahlen sind im Moment rückläufig, ob wir denn nicht Urlaub nehmen könnten. Alter! Meinen Jahresurlaub plane ich jetzt aber sicherlich nicht nach den Auftragszahlen?! Ich glaube es hackt?!
Und Freitag wurde dann gleich ein Kollege der gerade angefangen hatte wieder gekündigt (war leider auch noch einer der guten), dabei hätte der so gut in einem anderen Team aushelfen können da dort 2 Kollegen gekündigt haben (der 2. gerade am Freitag!) Es macht mich doch fassungslos was dort gerade so passiert…

Vielleicht findet sich ja was interessantes Neues. Am liebsten würde ich etwas ganz anderes machen. Allerdings wird das wohl so einfach nicht sein, da Quereinsteiger nicht gerne genommen werden. Und eine neue Ausbildung werde ich mir so nicht gönnen können. Mal sehen, was sich ergeben wird.

Last but not least
Musikfundstücke.
Songs die mir gerade so sehr aus der Seele sprechen.

Dieser Song hat mich sooooo geflashed. Der Text ist der Hammer.

Kinder wie die Zeit vergeht

Der September flog nur so an mir vorbei. Wenn gleich wir in letzter Zeit sehr wenig zu tun hatten. Wie immer bin ich die Königes des letzten Drückers. Schuhe hatte ich bis 6 Tage vor der Hochzeit keine. Fündig wurde ich glücklicherweise doch noch. Schwiegermutter war ein bißchen entsetzt. ^^ Aber da ich keine konventionelle Braut werde war ziemlich früh klar.

Die Hochzeit selbst hätte beinahe nicht stattgefunden, da ich beim Termin vereinbaren und nochmal umswitchen zwar das Datum geändert hatte, aber der festen Überzeugung war das die Uhrzeit 14.00 Uhr ist, was sich als Irrtum herausstellte. Am 27.09. bekam ich (gerade auf dem Rückweg vom Brautstrauß abholen) einen Anruf vom Standesamt wo ich denn bliebe. oO Panik!

Das Glück ist mit den Dummen, oder so, die Standesbeamtin hat ein wenig geschoben und umorganisiert und so fand der Spaß dann um 12.45 Uhr ab.
Die Trauung war schön, wir hatten eine schöne Ansprache und tolle Gedichte, vorgetragen von unserer Standesbeamtin. Bilder hat sie auch gemacht für uns. Sie hat es verstanden durch ihre völlig unaufgeregte und liebevolle Art mich runterzuholen. Ich war kurz vor einem (nur bildlich gesprochen) Nervenzusammenbruch, hyper aufgeregt und komplett durch den Wind!
Ich war erleichtert. Seit 2 Tagen war mir schon schlecht, ich wollte dieses Projekt Hochzeit nun endlich abgeschlossen haben. Nicht das es eine große Feier gab mit vielen Gästen (allein beim Gedanken daran bekomme ich at hoc Schweißausbrüche!), und dennoch ist es ein gravierender Einschnitt in meinem Leben. Alles wird anders irgendwie. Und eigentlich auch gar nicht.

Am Samstag dann Essen bei der Familie des Ehemannes (klingt noch arg merkwürdig ^^), Schwiegermutter hat einen tollen Bruch aufgefahren mit vielen selbstzubereiteten Gerichten.
Sonntag Kaffee und Kuchen bei meiner Mom. Das war mega entspannt. Muttern und mein Stiefvater haben sich sehr gefreut und sind gespannt auf das Hochzeitsfotoalbum das alle anverwanten bekommen sollen.

Montag ging es dann los nach Glücksburg. Der beste aller Ehemänner hat uns ein 5* Hotel gebucht. Das Zimmer mit Fördeblick. Traumhaft. Montag war das Wetter stürmisch aber toll für einen Herbstspaziergang. Dienstag hatten wir leider eine dicke Wolkendecke am Himmel und immer wieder Regen. Aber wie heißt es in Norddeutschland so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. 🙂 Wir sind vom Hotel aus durch einen Ruheforst an der Förde entlang bis zum Jachthafen gelaufen. Wo ich glücklicherweise sogar noch Postkarten gefunden hatte die ich schön fand, nicht klassisch, aber wenigstens hübsch. 😉 In der Nebensaison ist das nicht so einfach wie man denkt! Glücksburg ist auf alle Fälle eine Reise Wert. Wir werden mindestens noch 2x hinfahren müssen, ich möchte die Stadt noch sehen und das Schloß. Rutscht auf der Bucketlist nochmal etwas höher. 😉

Und sonst so?
Durch die Aufregung habe ich meine Gewichtsreduktion komplett torpediert und dazu noch etwas interesantes herausgefunden. Offensichtlich bin ich nicht einfach nur nicht in der Lage mich im Griff zu haben und schlichtweg willensschwach bin. Dieser untilgbare Heißhunger ab und an ist einfach zu handlen wenn gerade nichts los ist. Läuft mein Leben mal rückwärts und bergab, sieht der Spaß schon anders aus. Dann habe ich dem schlicht weg nichts entgegenzusetzen. Ich habe ein Hörbuch (Link, nicht bezahlte Werbung) gefunden das sich speziell mit emotionalen Essen auseinandersetzt. Ich bin noch nicht ganz durch aber ich habe mich bis jetzt in vielem wiedererkannt. Und bin gespannt, ob ich herausfinde woher das bei mir kommt und wie ich das ändern kann. Einfaches hungern, diäten, funktioniert bis hierhin nicht, zumindest nicht langfristig. Dennoch denke ich das mir das Hörbuch einiges an Erkenntnisgewinn bringen wird und ich der Lösung näher kommen kann und somit auch mein Gewicht einfacher in den Griff zu bekommen.

Projekte für diesen Monat, ein paar Socken für den Ehemann fertigstellen, da eines seiner warmen Socken bereits den Geist aufgegeben hatte. Ein paar Socken für eine Freundin stricken. Für eine Kollegin soll ich Spültücher stricken. Diese werde ich aus dunkler Baumwolle herstellen, damit man nicht jeden Kaffeefleck gleich so sieht. Das war ihr Wunsch.
Ach ja, und endlich mit Sport anfangen. Heute war es ein straffer Spaziergang von 41 Minuten durch die Nachbarschaft. 🙂
Damit ich meine angefangenen Bücher auch endlich mal schaffe, möchte ich mindestens 2 Kapitel pro Woche lesen.
Apropos lesen, ich habe einen guten Artikel gefunden, der mir sehr aus der Seele spricht. Sehr lesenswert, wie ich finde. (auch hier keine bezahlte Werbung für den Link!)

Last, but not least
Songs meiner Hochzeit (auch wenn wir sie nicht abstpielen konnten, da die Zeit aus Gründen dafür fehlte. 🤦‍♀️ ) Aber ich finde sie alle toll und passend für uns, so daß ich sie gerne teilen möchte.

Wie sieht Dein Herbst aus?

Ja, wie eigentlich? Arbeitstechnisch ist es gerade Totentanz. Heißt wir haben eher gar nichts zu tun. Was aber nicht heißt wir hätten frei. Naja, 2x durfen wir nun 2 Stunden eher gehen. Das ist ja schon mal was. Allerdings kommt das dicke Ende wieder, irgendwann. Da einige Jobs auf Grund von fehlenden Übersetzungen ordentlich in Verzug sind.

Ansonsten ist es entspannt bei uns im Team. In höheren Ebenen sieht es wohl nicht so aus, da ist die Stimmung eher schlecht. Warum? Keine Ahnung. Fun Fact, alle Agenturen wissen irgendwie schon wann und wohin wir umziehen, außer uns. Hmmmm. 🤔

Herbst, was heißt das für mich?
Eine Bucketlist für den Herbst zum Beispiel:

✅ Kastanien sammeln
✅ Etwas aus Kastanien basteln
⬜️ Durch Laubhaufen rennen
⬜️ Bunte Blätter sammeln
✅ Apfelkuchen backen
⬜️ Applecrumble backen
⬜️ Pumpkin Pie backen, oder wenigstens essen
⬜️ Pumpkin Spice Coffee trinken
⬜️ Herbstspaziergänge
⬜️ Neues Kürbisrezept probieren
⬜️ Heißen Kakao mit Mashmallows trinken
⬜️ Ein langer Spaziergang im Wald
✅ Gruselfilm in Kino ansehen
⬜️ Ein letztes Lagerfeuer machen
⬜️ Herbstfotos machen
✅ Autumn Playlist für Regentage erstellen

Gruselfilm war diesmal
„Once upon a time in Hollywood“ .
Ich fand den Film gut, obwohl er recht verrissen wurde. Gewohnt anders und strange, ein klassischer Tarantino halt, nur mit weniger Blut. Für meinen Geschmack zuviele Füße. Aber ich hab da nun auch kein Ding für. 😉
Angeschaut haben wir den Film im Savoy, ein tolles Kino hier in Hamburg. Es ist nicht so groß, mit viel Platz und sehr bequem. Ich denke habe ein Lieblingskino gefunden.
Es war ein toller Abend, danach sind wir noch auf einen Absacker und zwecks Nachbesprechung des Films in ein kleines Kaffee in der Nähe. Und wir waren uns schnell einig, das muß wiederholt werden. 🙂
Da gerade das Fantasy-Filmfest ist, wäre es eine tolle Gelegenheit, was aber aus Ermangelung von Zeit leider ausfällt, für mich. Für die Hochzeit sind noch das ein oder andere zu erledigen, Klamotten kauf für den Mann, Schuhe für mich. Aber das heißt nicht, das es nicht an einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden kann. 😉

Ich bin happy. 2 meiner Edda Bags haben den Besitzer gewechselt. Sowie meine gestrickten Spültücher. Alles zum Selbstkostenpreis. Bin begeistert, das meine Arbeit so gut ankommt! 😀 Und bis ich eventuell dann doch irgendwann auf einem Kunsthandwerkermarkt stehe, verkaufe ich dann auch gerne zum Wollpreis an liebe Kollegen. Somit kann ich neue Wolle kaufen und weiter werkeln. 😍

Für die Hochzeit haben wir uns gegen ein Ringkissen entschieden. Ich wollte da was selbst machen. Hier habe ich eine schöne Idee gefunden.
(Werbung unbeauftragt und unbezahlt!)

Before and after sanding this slice of birch wood. When finished it wull hold the weddingrings. #DIY #makingstuff #yearofmaking2019 #wood #naturalmaterials #birchwood #ringholder #selfmade #workinprogress
Links unbearbeitet, rechts geschliffen und fertig für Beschriftung und Finish!

Und dann ist plötzlich Herbst

Die letzten Tag im Sommer waren heiß, unerträglich heiß. Im Büro hatte es das Thermometer mal locker über die 36°C hinaus geschafft, an klares Denken oder konzentriertem arbeitem war nicht zu denken. :/
Da wir aber immer noch mehr zu tun hatten als wir Leute einstellen können (bzw. Plätze für diese haben) hieß es jede Woche ein ums andere mal Wochenendarbeit. Ich verzichte auf die Kneten und war jeden Tag morgens schon 1 Stunde früher da. Geschlaucht hat das alles trotzdem. Da reicht dann auch das mühselig gerettete Wochenende nicht um den Akku komplett aufzuladen.

Entsprechend wenig habe ich unternommen, außer Sonntag, den letzen Sonntag im August. Eine Fahrradtour durchs Moor sollte es werden. Es war eine schöne Tour durch die Felder, vorbei an Ponys, Kühen und einigen kleinen Fischweihern. Fahre ich um die Kurve und mein Rad bleibt schlagartig stehen. Der Vorderreifen verschwand unversehens in einem kraterartigem Schlagloch. Ich etwas entkräftet konnte beim um die Kurve fahren weder ausweichen noch irgendetwas gegen den drohenden, unfreiwilligen Absturz tun und lag wie ein Käfer unter meinem Rad begragen das ich dann auch nicht mehr von mir runterheben konnte. *rolleyes* Mich kann man echt nicht alleine lassen!

Ein paar kleine Abschürfungen am linken Arm und Knie sowie eine saftige Zerrung im linken Brustmuskel.

Alles in allem nicht so wild, bis auf die doofe Zerrung, die dann doch ordentlich nach gelegt hat, so daß ich 1,5 Wochen außer gefecht war. Kein lenken des Autos möglich. Husten, atmen, liegen, sein. Schmerzhaft. Sehr.
Heute geht es den ersten Tag schon ganz gut, es tut noch weh, aber sehr viel besser als anfangs. Ich muß sagen es hat auch meinem Gemüht sehr gut getan so außergefecht gesetzt worden zu sein. Endlich hatte ich die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen. Was auch dringend nötig war.
Nach einer 3seitigen Meckermail seitens der Chefs in der wir dazu angehalten wurden mehr Überstunden, mehr arbeiten, bitte doch leiser zu sein und überhaupt Termine abzusprechen wenn man früher gehen oder später kommen wird (duh. Müssen wir ja eh, da wir ja keine Gleitzeit haben!) Und hier ja eh jeder machen würde was er wolle. *head -> desk* Wenn man sich dann abmeldet, kriegt man verdrehte Augen. Danke.
Danach, eine schleimige Mail von den Big Bosses, wie toll wir das doch alle machen würden, wie super wir aufgeholt hätten. Laberrabarber. Vorher hatte man die weder gesehen, noch gehört. Da finde ich so eine Lobrede mega unpassend…
Anywho.

Ansonsten war ich noch auf einem Mikroabenteuer.
Mikroabenteuer: einfach mal draufloslaufen und sehen wo man rauskommt. Kann man in seiner Umgebung machen, kostet nix, außer vielleicht ein wenig Zeit. Einfach herumstromern wie früher als Kind. War eine tolle Erfahrung, werde ich auf alle Fälle mal wieder machen. 🙂
Meine Bank öffnete um 9.00 Uhr statt der angenommenen 8.30 Uhr. So bin ich mit meinem Kaffee einfach Deichlängs gestiefelt und habe die Natur genosssen. Ein wenig Müll aufgesammelt und entsprechend entsorgt (für das gute Gewissen), einen hübschen rumänischen Angsthasen gestreichelt (das war die Angabe des Besitzers auf die Frage nach der Rasse. ^^) und bin mit richtig guter Laune nach dem besagtem Bankbesuch zur Arbeit gefahren.

Songs of the day